Die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG – ein verlässlicher Partner für ihre Kunden und Mitglieder
Vertreterversammlung und Mitgliederversammlungen 2026
Am Mittwoch fand im Gasthaus Neugebauer in Herrnried die diesjährige Vertreterver-sammlung der Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG statt.
In einer Gedenkminute wurde an die verstorbenen Mitglieder aus dem vergangenen Jahr erinnert. Ein kurzer, filmischer Jahresrückblick mit beeindruckenden Bildern der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse des Jahres 2025 zeigte, dass das Jahr anstrengend, krisenhaft und herausfordernd war. Die politischen Landschaften in Deutschland, Europa und der Welt haben sich deutlich verändert. Die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG musste sich mit den Begleiterscheinungen dieser politischen Entwicklungen und vor allem mit den wirtschaftlichen Folgen sowie den Auswirkungen auf den Kapitalmarkt auseinandersetzen. Siegfried Moser bedankte sich deshalb bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank, beim Vorstand und bei seinen Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat für den Einsatz und die Bereitschaft, all diese Herausforderungen anzunehmen sowie für deren hervorragende Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Vorstandssprecher Martin Reindl bewertete in seinem Vortrag das vergangene Jahr rückblickend und versuchte gleichzeitig einen Blick in die Zukunft zu werfen. Man habe im Jahr 2025 die Aufmerksamkeit auf ein weiterhin schwaches wirtschaftliches Umfeld mit zurückhaltender Investitionsbereitschaft lenken müssen. In diesem anspruchsvollen Umfeld, einem aktiven Wettbewerb und weiterhin hohen regulatorischen und bürokratischen Anforderungen hat sich die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG weiterhin positiv entwickelt. Man habe sich diesen Herausforderungen gestellt, das Geschäft mit Besonnenheit betrieben und den konservativen und nachhaltigen Kurs fortgesetzt betonte Reindl. Vor diesem Hintergrund kann man sich über ein gutes Ergebnis und eine dynamische Neugeschäftsentwicklung freuen. Für die Mitglieder und Kunden hat sich die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG wieder einmal als verlässlicher Partner erwiesen und die gute Positionierung im Regionalmarkt bestätigt.
In seiner weiteren Rede ging Reindl auf die Wirtschaftspolitik, die volkswirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung an den Kapitalmärkten, die Bedeutung des Sparens und der Vermögensanlage sowie auf die Kreditvergabe im Kontext mit der anhaltend schwachen Baukonjunktur und Investitionsschwäche ein. Zudem stellte er das neue europäische Online-Zahlungssystem WERO und dessen vielfältige Möglichkeiten vor.
Weiter berichtete Reindl, dass auch die Raiffeisen Waren GmbH trotzschwieriger Marktbedingungen ein solides Ergebnis im Jahr 2025 erwirtschaftet hat. Durch Investitionen in die Getreidefassungs- und Siloanlage am Standort Pfraundorf werden zusätzliche Lagerkapazitäten von 4.800 Tonnen geschaffen, was die Vermarktung der Ernte flexibler und wirtschaftlich attraktiver macht. Darüber hinaus plant die Bank die Neubelebung der ehemaligen Filiale am historischen Marktplatz in Kallmünz. Hier ist eine gemischte Nutzung mit Gastronomie im Erdgeschoss sowie Wohnungen in den oberen Stockwerken vorgesehen. Aktuell sei man auf der Suche nach einem geeigneten Gastronomiepächter. Desweiteren sind einige Modernisierungs- und Sanierungs-arbeiten wie Fassadenerneuerungen, Photovoltaikanlagen und die Modernisierung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen an verschiedenen Standorten erfolgt bzw. noch im Gange. Dies sei, so Reindl, ein eindeutiges Bekenntnis zur Region und ein Vertrauens-beweis, dass man in der Fläche präsent bleiben wolle, solange es wirtschaftlich verantwortlich sei.
Reindl betonte, er sei stolz auf das, was die Bank im Jahr 2025 erreicht habe. In Einbettung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe, mit dem Vertrauen der Mitglieder und Kunden und mit leistungsstarken Mitarbeitern sehe er die Bank gut aufgestellt, für die nicht weniger werdenden und anspruchsvollen Zukunftssaufgaben. Er erwarte auch in 2026 ein solides Ergebnis und weiteres Wachstum.
Reindl selbst sei mittlerweile in die letzte Etappe seines Berufslebens eingebogen und sein Beschäftigungsverhältnis endet am 31.08.2027. Deshalb hat sich der Aufsichtsrat mit der Nachbesetzung seiner Vorstandsposition beschäftigt und beraten. Als Ergebnis einer externen und internen Ausschreibung mit anschließendem Auswahlprozess hat sich der Aufsichtsrat für eine bankinterne Nachfolgebesetzung entschieden. Maximilian Meier aus Hamberg übernimmt diese Position und stelle sich im Anschluss gleich kurz vor. Der ausscheidende Vorstand Martin Reindl bat um dasselbe Vertrauen und um dieselbe Unterstützung für seinen Nachfolger.
Vorstand Roland Pirzer gab in seinem Vortrag einen Überblick über die wesentlichen Bilanzpositionen der Bank. Die Bilanzsumme habe sich 2025 um 7,1 % auf 1.198 Mio. Euro erhöht, so Pirzer. Hervorzuheben sei die hervorragende Entwicklung im Kreditgeschäft. Mit einem erneut überdurchschnittlichen Zuwachs von 16,8 % lag man hier weit über den Planungen und auch deutlich über dem Durchschnitt aller bayerischen Genossenschaftsbanken von lediglich 3,8 %. Auch bei den Einlagen konnte man einen Zuwachs verzeichnen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 wies die Bank einen um 7,9 % höheren Einlagenbestand aus als im Vorjahr. Eine wichtige Messgröße der Bank, das Kundengesamtvolumen, erreichte im Jahr 2025 einen neuen Höchststand von 2.604 Mio. Euro, was einem überdurchschnittlichen Wachstum von 8,8 % entspricht, betonte Pirzer.
Für das vergangene Jahr erhalten die Mitglieder und Eigentümer der Bank neben der 1%-igen Dividende noch einen individuellen Mitgliederbonus. Hier könne jedes Mitglied in Abhängigkeit zur Intensität der Geschäftsverbindung zur Bank eine Gesamtver-zinsung von bis zu 11 % auf das eingezahlte Geschäftsguthaben erreichen. Im Durch-schnitt so Pirzer, erreichen die Mitglieder eine Verzinsung von 5,47 %.
Neben guten Bilanz- und Ertragszahlen sei der Bank aber auch ein soziales und kulturelles Engagement wichtig versicherte Pirzer. So wurden im vergangenen Jahr örtliche Vereine sowie mildtätige Einrichtungen und Initiativen mit einem Spendenvolumen von 106.915 Euro bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützt.
Pirzer bedankte sich abschließend bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit viel Engagement und Einsatzfreude gearbeitet und damit entscheidenden Anteil an den guten Wachstumszahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres hatten. Sein weiterer Dank galt den ehrenamtlich tätigen Damen und Herren des Aufsichtsrates, seinem Vorstandskollegen und den Partnern in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe.
Mit der diesjährigen Vertreterversammlung schieden Susanne Hess, Petra Meier und Georg Eichenseer satzungsgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Alle drei stellten sich zur Wiederwahl und wurden erneut in das Gremium gewählt. Als langjähriges Aufsichtsrats-mitglied wurde zudem Peter Koller für 20-jährige Aufsichtsratstätigkeit mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Bayern ausgezeichnet. Auch die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Petra Meier erhielt für ihre 15-jährige Tätigkeit im Gremium die Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes Bayern.
Für die Mitglieder der Bank sind im Juli vier Mitgliederversammlungen geplant. Am 7. Juli für den Bereich Velburg, am 8. Juli für den Bereich Kallmünz, am 13. Juli für den Bereich Parsberg und am 16. Juli für den Bereich Hemau. Als Referent spricht jeweils ein Versicherungsspezialist zu interessanten Themen „Rund um die Rente“ nach dem Prinzip "Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner - Konzepte für eine auskömmliche Zukunfts- und Altersvorsorge". Alle Mitglieder erhalten hierzu eine separate Einladung.
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In vier Veranstaltungen, verteilt im gesamten Geschäftsgebiet, berichteten die Vorstände der Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG den Mitgliedern über die aktuelle Entwicklung der Bank und präsentierte die Abschlusszahlen aus dem Geschäftsjahr 2025. Gleichzeitig ist es der Bank immer ein großes Anliegen, ihre Mitglieder bei diesen Versammlungen über aktuelle und zeitgemäße Themen umfassend zu informieren. Dazu konnten in diesem Jahr mit Rainer Engerer von der R+V Versicherung und Matthias Börmel von der Allianz Versicherung zwei fachkundige Experten gewonnen werden. Sie referierten zum hochinteressanten Thema rund um die Rente nach dem Motto „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner; Konzepte für eine auskömmliche Alters- und Zukunftsvorsorge“. Dass dieses Thema auf große Resonanz stieß, zeigte sich daran, dass alle vier Veranstaltungen mit insgesamt rund 800 Zuhörern sehr gut gefüllt waren.
Vorstandssprecher Martin Reindl ging zunächst auf die Entwicklung der Bank im Jahr 2025 ein. Trotz der großen Herausforderungen im vergangenen Jahr wie die schwache Konjunktur, das weiterhin unsichere wirtschaftliche Umfeld, die geringe Investitionsbereitschaft sowie den hohen Regulierungs- und Bürokratieaufwand verlief das Geschäftsjahr 2025 erneut positiv. Man agierte besonnen und verfolgte weiterhin einen konservativen, nachhaltigen Kurs. Die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura wies ein erfreuliches Ergebnis und eine dynamische Neugeschäftsentwicklung auf. Man war ein verlässlicher Partner für Kundinnen und Kunden und die einheimische Wirtschaft und konnte die gute Positionierung im Regionalmarkt bestätigen. Für 2026 erwarte Reindl wieder ein solides Ergebnis und ein expansives Wachstum.
In eigener Sache informierte Reindl, dass sein Beschäftigungsverhältnis nach 45 Jahren im Dienst der Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG am 31.08.2027 ende. Als Ergebnis der externen und internen Ausschreibung mit Auswahlprozess hat sich der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG für eine bankinterne Besetzung der Vorstandsstelle entschieden. Maximilian Meier wird die Nachfolge von Martin Reindl antreten und stellte sich im Anschluss vor. Er war bereits in der Geschäftsstelle Seubersdorf im Kundenservice und in der Kundenberatung tätig, ehe er 2015 in die Kreditabteilung der Bank wechselte. Dort übernahm er im Jahr 2017 die Leitung. Seit 2019 ist er Bereichsleiter „Marktunterstützung Aktiv“ und zudem seit Februar 2026 im Hinblick auf seine zukünftige Vorstandsposition Prokurist der Bank.
Vorstand Roland Pirzer präsentierte in seiner Rede die wichtigsten Zahlen in der Bilanz der Bank. Trotz herausfordernder und schwieriger Rahmenbedingungen habe sich die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region gezeigt. Dies lasse sich sowohl bei der Entwicklung der Bilanzsumme, beim Kundengesamtvolumen, auf der Aktiv- und Passivseite sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bilanz gut erkennen. Im Mittelpunkt des Förderauftrages als Genossenschaftsbank stehe das regionale Einlagen- und Kreditgeschäft sowie die gesamte Palette an weiteren Finanzdienstleistungen für die Kunden und Mitglieder der Bank berichtete Pirzer. Man fühle sich darüber hinaus aber auch der Region im Oberpfälzer Jura verpflichtet und fördere deswegen auch örtliche Vereine und Initiativen. So habe man im vergangenen Jahr aus dem Gewinnsparen eine Summe von 105.000 Euro einge-setzt, um heimische Vereine und gemeinnützige Organisationen zu fördern und zu unterstützen.
Zum Abschluss seiner Ausführungen ging Pirzer noch auf den demografischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel ein. Für die Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura eG sei es deshalb immer wichtig, motivierte junge Menschen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und diese optimal – auch im Hinblick auf die immer weiter fortschreitende Digitalisierung – zu qualifizieren. Man setze deshalb auf die berufliche Ausbildung, um den Nachwuchs in der Bank zu sichern. Aktuell bilde man 11 junge Menschen zu Bankkaufleuten oder Kaufleuten für Digitalisierungsmanagement aus. Auch für das neue Ausbildungsjahr ab September 2026 konnten wieder 5 neue Auszubildene gewonnen werden.
Höhepunkt der Abende war der Vortrag der Versicherungsspezialisten zum Thema Rund um die Rente. Rainer Engerer von der R+V Versicherung bzw. Matthias Börmel von der Allianz Versicherung zeigten in ihrem kurzweiligen Vortrag die Versorgungslücke aufgrund des demografischen Wandels auf und gingen auf die aktuelle Rentendiskussion ein. Die gesetzliche Rente allein reiche nicht aus, um im Alter den Lebensstandard zu sichern. Aktuell liege das Rentenniveau in Deutschland bei ca. 48 Prozent. Es sei wichtig, frühzeitig private Vorsorge zu treffen und langfristig vorzusorgen. Die individuelle Altersvorsorge basiere auf drei Säulen: Die gesetzliche Rentenversicherung, die aber nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu sichern. Die betriebliche Altersvorsorge, bei der Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, dass Teile ihres Gehalts angelegt und später als Betriebsrente ausgezahlt werden und zusätzliche, private Maßnahmen zur Altersvorsorge, z. B. eine private Rentenversicherung, aber auch kapitalbildende Lebensversicherungen oder Geldanlagen wie Aktien und Immobilien. Die Ruhestandsplanung sei allerdings stets individuell und richte sich immer nach den persönlichen Zielen, Wünschen und Bedürfnissen. Deshalb sei es wichtig, sich frühzeitig beraten zu lassen, um für sich die optimale Lösung zu finden. Dann kann man auch im Ruhestand entspannt das Leben genießen, auch bei steigender Lebenserwartung.
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